EM Solutions

EM Reiniger für
Gastronomie und Gewerbe

Umfassendes Reinigungskonzept auf der Basis von effektiven Mikroorganismen.

In EM enthaltene Mikroorganismen

 

Bei Effektiven Mikroorganismen, oder auch kurz EM genannt, handelt es sich um eine Mischkultur aus 80 ausgewählten, verschiedenen, natürlich vorkommenden Mikroorganismen-Arten aus 10 Gattungen und fünf Familien. EM sind toxikologisch unbedenklich und enthalten keine gentechnisch veränderten Organismen.

Eine große Besonderheit bei EM ist die Koexistenz von aerob und anaerob lebenden Mikroorganismen in derselben Flüssigkeit.

Die fünf Familien sind folgende:[1]


Photosynthesebakterien

Photosynthesebakterien (Rhodopseudomonas) sind unabhängige, sich selbst erhaltende Mikroorganismen. Sie setzen organisches Material und/oder schädliche Gase mit Hilfe von Sonnenlicht und Bodenwärme als Energielieferanten um, zu Aminosäuren, Nukleinsäuren, bioaktiven Substanzen und Zuckerarten, die direkt von Pflanzen absorbiert werden können und als Bakterien vermehrende Substrate wirken.

Vorkommende Photosynthesebakterien in EM sind (XU: 2000: S.186) folgende Arten: Rhodopseumonas palustris, Rhodobacter sphaeroides.

Rhodopseudomonas und Rhodobacter sind phototrophe Nichtschwefel-Purpurbakterien, die eine anoxygene Photosynthese durchführen. Die meisten dieser Bakterien gedeihen aerob im Dunkeln, manche wachsen auch anaerob durch Gärung oder durch anaerobe Atmung im Dunkeln. Als Kohlenstoffquellen fungieren Fettsäuren, Aminosäuren, organische Säuren, Zucker, Alkohole, oder aromatische Verbindungen. In geringen Mengen wird auch Sulfid veratmet. Bei anaerober Atmung können auch anorganische Verbindungen, wie H2, als Elektronendonatoren dienen. (MADIGAN et AL., 2001, S. 508ff)


Milchsäurebakterien

Milchsäurebakterien (Laktobacillus) produzieren Milchsäure aus Zuckerarten und anderen Kohlehydraten, zusätzlich werden schädliche Mikroorganismen unterdrückt und eine schnelle Zersetzung von organischem Material verstärkt.

In EM vorkommende Arten sind u.a. Lactobacillus plantarum, L. casei, Streptococcus Lactus. (XU 2002: S.186)

Milchsäurebakterien sind grampositive Stäbchen und Kokken, die alle anaerob leben, aber nicht O2-empfindlich sind, sogenannte aerotolerante Anaerobier. Sie können den Erhalt der Energie nur durch Substratkettenphosphorylierung und nicht durch Elektronentransportphosphorylierung sicherstellen.

Lactococcus lacti ist stellt eine homofermentative Art dar. Sie produzieren nur Milchsäure. Die Gruppe der Lactococci beinhalten alle Arten der Streptococci, die für die Milchwirtschaft relevant sind.

Lactobacillus sind resistenter gegen saure Milieus, sie sind zuständig für die Endphasen der Milchsäuregärung. Auch diese Art ist homofermentativ. (MADIGAN et AL., 2001, S.558ff)


Hefe

Hefen (Saccharomyces) synthetisieren antimikrobielle und für das Pflanzenwachstum nützliche Substanzen aus Aminosäuren und Zuckern. Bioaktive von Hefen produzieren Hormone und Enzyme, die die Zell- und Wurzelteilung fördern.

Folgende Hefearten sind in EM enthalten, u.a: Saccharomyces albus, S. griseus, S. cerevisiae. (XU 2002: S.186)

Saccharomyces cervisiae wird zur Ethanol und zur Backhefeproduktion eingesetzt. Diese Hefe ist fakultativ anaerob. Unter aeroben Bedingungen werden H2O und CO2 frei, bei der anaeroben Ethanol und CO2. (FRITSCHE 1999)

Aktinomyzeten (Streptomyces) deren Struktur zwischen der von Bakterien und Pilzen liegt, produzieren aus Aminosäuren und organischem Material antimikrobielle Stoffe, die schädliche Pilze und Bakterien unterdrücken. Vorkommende Arten hier sind Streptomyces albus, S. griseus. (XU 2002: S.186)

Aktinomyzeten sind grampositive, filamentöse Bakterien, deren Ökologie meist unverstanden bleibt. Streptomyces griseus wird zur kommerziellen Herstellung von Antibiotikum (Streptomycin) verwendet. Aktinomyceten sind auch Bodenbewohner die den Erdgeruch hervorrufen (FRITSCHE 1999)

Fermentaktive Pilzarten (Aspergillus) wie Aspergillus und Penizillium,Aspergillus oryzae und Mucor hiemalis zeigen beide die Fähigkeit Schwermetalle, v.a. Uran, Quecksilber, Blei und Kupferionen, aufzunehmen. (REISS 1997)

 


[1] Fachhochschule Weihenstephan FB Land- und Ernährungswirtschaft; Claudia Rackl Praktische Erfahrungen mit effektiven Mikroorganismen (EM) in Pflanzenbau und Tierhaltung